Bereits im Vorfeld hatten sich 19 engagierte Schülerinnen und Schüler intensiv auf ihre besondere Aufgabe vorbereitet: In einer gezielten Ausbildung wurden sie von einem Team der FES zu Guides geschult, um ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch die Ausstellung zu führen. Mit großem Einsatz, Fachwissen und persönlichem Engagement begleiteten sie Lerngruppen durch die Inhalte, regten zum Nachdenken an und schufen Raum für Diskussionen.
Die Rückmeldungen zur Arbeit der Guides fielen insgesamt sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurde ihre Fähigkeit, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und Diskussionen anzustoßen. Herausfordernd wurde es für sie vor allem dann, wenn Lerngruppen eher zurückhaltend reagierten – doch auch hier bewiesen die Guides Durchhaltevermögen und pädagogisches Geschick.
Was diese Ausstellung jedoch besonders wertvoll machte, ging über die reine Wissensvermittlung hinaus: Die Guides erlebten Selbstwirksamkeit und Partizipation. Ganz im Sinne des Ausstellungstitels wurde also deutlich: Demokratie lebt vom Engagement vieler. Sie braucht Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und für gemeinsame Werte einstehen.
Dass diese Erfahrung nachhaltig wirkt, zeigt ein weiteres erfreuliches Ergebnis: Eine Gruppe der Guides hat bereits die Initiative ergriffen und plant, ein eigenes Workshop-Angebot für die Klassen 5 bis 7 zu entwickeln. So wird das Thema Demokratie auch für jüngere Schülerinnen und Schüler greifbar und erlebbar gemacht.
Die Ausstellung hat damit nicht nur informiert, sondern durch die starken Persönlichkeiten der Guides inspiriert – und vielleicht sogar den Grundstein für zukünftiges Engagement gelegt.
(Vgl. auch Artikel in der HAZ)